20 DE DICIEMBRE, 2021

Newsletter German Desk | 5. Ausgabe – Dezember 2021.

BOLETINES

Sehr geehrte Kunden, Freunde und Kollegen,

wir freuen uns Ihnen unseren Newsletter German Desk, Ausgabe Dezember 2021 zu schicken.
Der Newsletter vermittelt Ihnen Neuigkeiten über Argentinien und seine Beziehungen zu Deutschland und Europa.

Ergebnisse der argentinischen Parlamentswahlen

Bei den argentinischen Parlamentswahlen am vergangenen 14. November hat die peronistische Regierungsallianz „Frente de Todos“ 33% der Wählerstimmen auf sich vereinen können und damit die absolute Mehrheit im Senat verloren. Das liberal-konservative Oppositionsbündnis „Juntos por el Cambio“ konnte 42% der Wähler für sich gewinnen. Dennoch sprach die Regierung von einem Wahlerfolg, da man ein schlechteres Ergebnis erwartet hatte und die Regierung weiterhin die relative Mehrheit in beiden Kammern (Senat und Abgeordnete) hält. Für die verbleibende zweijährige Amtszeit ist damit die Regierung unter dem Präsidenten Alberto Fernández auf die Kooperation mit der Opposition angewiesen.

Quelle und weitere Informationen:
https://www.kas.de/de/laenderberichte/detail/-/content/keine-ueberraschungen-bei-parlamentswahl-in-argentinien

Schafft Argentinien eine Einigung mit dem IWF?

Um Zahlungsrückstände zu vermeiden, muss Argentinien sich mit dem IWF einigen. Für die meisten Analysten stehen die Chancen dafür gut. Die Bedingungen, welche dafür ausgehandelt werden müssen, sind noch offen. Klar ist, dass die Regierung sich dafür mit der Opposition einigen muss, da sie keine absolute Mehrheit mehr im Parlament hat, für ein neues Abkommen mit dem IWF aber ein Gesetz beschlossen werden muss.

Quelle:
https://www.ahkargentina.com.ar/de/markteintritt/news-details-de/argentinien-auf-der-suche-nach-konsens

IEASA und Fraunhofer Institut entwickeln Großprojekt für grünen Wasserstoff in Argentinien

Das staatliche argentinische Energieunternehmen IEASA („Energieintegration Argentinien SA“) hat kürzlich mit der Fraunhofer-Gesellschaft ein Abkommen unterzeichnet. Es geht um die gemeinsame technische und wirtschaftliche Entwicklung eines Projektes zur Gewinnung von grünem Wasserstoff durch Windenergie. IESA stellt für den Windpark und Wasserstoff-Hub 200 Hektar in Bahia Blanca (Provinz Buenos Aires) mit Seezugang zur Verfügung. Dem Pilotprojekt sollen weitere Projekte folgen. Dr. Agustín Gerez, Präsident der IEASA betont den Wert der Zusammenarbeit mit Fraunhofer und die Notwendigkeit einer globalen Energiewende hin zu nachhaltigen Energiequellen. Argentinien ist ein strategischer Partner für die Produktion von grünem Wasserstoff ein zentraler Faktor für die Umsetzung der Energiewende in Deutschland.

Quelle:
https://www.ieasa.com.ar/index.php/ieasa-firma-un-acuerdo-con-el-instituto-fraunhofer-para-el-desarrollo-del-primer-proyecto-de-hidrogeno-verde-a-gran-escala-en-la-republica-argentina/

Das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) wird für Lieferungen aus Argentinien relevant.

Das neue Gesetz über menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in Lieferketten (Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) deutsche Unternehmen mit mindestens 3.000 Mitarbeitern ab 2023 und Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitern ab 2024 menschenrechtliche Risiken in ihren Lieferketten zu analysieren und zu managen. Eine allgemein gehaltene globale Analyse menschenrechtlicher Risiken bestimmter Branchen und Regionen wurde im Forschungsbericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales „Die Achtung von Menschenrechten entlang globaler Wertschöpfungsketten / Risiken und Chancen für Branchen der deutschen Wirtschaft“ veröffentlicht. Dem Bericht zufolge bestehen Risiken von Menschenrechtsverletzungen in Argentinien und in ganz Lateinamerika, vor allem im Zusammenhang mit dem Gewinn von Rohstoffen durch Bergbau und in der Landwirtschaft. Als Beispiele werden Kinderarbeit, Gewalt gegen ethnische Minderheiten und Gesundheitsrisiken genannt. Diese Risiken ergeben sich in den genannten Branchen meist aus ungeklärten Eigentumsverhältnissen, Rodungen sowie der Produktion von Agrarrohstoffen.

Zentraler Bestandteil der vom Gesetz vorgesehenen Risikomanagement-Systeme ist die Risikoanalyse. In jedem Fall sollten deutsche Unternehmen mit Niederlassungen oder Lieferanten in Argentinien Risikoanalysen hinsichtlich der genannten Menschenrechte durchführen oder von Experten durchführen lassen. Alternativ können bereits bestehende Risikoanalysen, (beispielsweise zu Compliance- bzw. Korruptionsrisiken) um diese nun rechtsverbindliche Thematik ergänzt werden.

Beccar Varela wurde zweifach von Chambers ausgezeichnet

Im Rahmen der Chambers Latin America Awards 2021 wurde Beccar Varela am vergangenen 3. Dezember in Miami, USA mit dem Client Service Award y Diversity & Inclusion ausgezeichnet und zur Environment and Sustainability Firm of the Year ernannt. Der Argentina Client Service Award zeichnet lokale Anwaltskanzleien für ihre herausragenden Leistungen im Kundenservice aus. Wir danken Chambers und unseren Mandanten dafür, dass sie unsere Arbeit in diesen schwierigen und einzigartigen Zeiten anerkannt haben. Die Herausforderungen stellten sich nicht nur durch die COVID-19-Pandemie selbst sondern auch durch alle damit zusammenhängenden rechtlichen Themen.
Die Auszeichnung Diversity & Inclusion: Environment and Sustainability Firm of the Year erhielt Beccar Varela für seine Analysen und Berichte zur rechtlichen Situation in Argentinien bezüglich der Themen illegaler Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten sowie Versäuerung der Ozeane. Ausschlaggebend war ferner die innovative Beratung und Gestaltung eines Treuhandfonds für das argentinische Netzwerk von Gemeinden gegen den Klimawandel (RAMCC).

Pressemitteilung:
https://beccarvarela.com/en/novedades/beccar-varela-gana-dos-importantes-premios-en-los-chambers-latin-america-awards-2021/

Gerne können Sie uns jederzeit kontaktieren, wenn Sie weitere Informationen wünschen oder spezifische Fragen haben.

Wir wünschen allen unseren Kunden, Freunden und Kollegen
schöne Festtage und ein exzellentes neues Jahr 2022!

Mit freundlichen Grüßen

Miguel C. Remmer
Dorothea Garff